Fashionweek Berlin: Die Ethical Fashion Show 2017

Die Berliner Fashionweek. Ein Getümmel aus Fotografen, Influencern, Journalisten, Einkäufern und Bloggern. Die Stadt ist plötzlich rappelvoll und eine Nacht im Hotel kostet auf einmal das Dreifache. Irgendwie erinnert mich all das sogar ein bisschen an’s Oktoberfest. Der einzige Unterschied: Die Leute sind besser gekleidet. Getrunken wird aber mindestens genau so viel – nur eben Moscow Mule für Lau anstatt Augustiner für 10,50€.
Aber eigentlich geht es ja um die Mode. Um die Laufsteghighlights der Designer und um die Streetstyles. Wer den Berliner Fashionzirkus aber einmal selbst mitbekommen hat, weiß insgeheim, worum es wirklich geht: Um’s sehen und gesehen werden, die hippen Parties und die Besetzung der Front Row.

Was bei all dem Modetrubel komplett vergessen wird? Die Menschen, die die Kleider nähen. Das „Woher“ und das „Wie“. Auf der glänzenden Seite der Fashionweek wird nur selten hinterfragt.

Nun gibt es da aber noch die andere Seite der Fashionweek – und hier ist das Gras wortwörtliche „grüner“. Diese Seite der Fashionweek ist meiner Meinung nach nicht weniger glanzvoll. Ganz im Gegenteil – denn sie ist ehrlicher, echter, freundlicher und näher am Menschen: Die Ethical Fashionshow.

Obwohl die Ethical ganz oberflächlich betrachtet nicht mit „den Großen“ der Szene mithalten kann, geht es hier doch viel, viel mehr um das Wesentliche: Die Kleidung. Und alles dahinter.

Der diesjährige Standort, das Funkhaus, ist ein beeindruckender Ort. Alle Wände der riesigen Halle sind mit einer wunderschönen Patina überzogen, das Gebäude selbst liegt direkt an der Spree, draußen am Wasser gibt es gemütliche Sitzsäcke und Drinks. Im Vergleich zum letzten Jahr ist diese Location ein toller Schritt nach Vorne – leider liegt das Funkhaus nicht gerade Zentral. Die Anreise lohnt sich aber allemal.

Gemeinsam mit Lena, unserer Storeleitung aus Berlin, wandere ich über die Messe. Unsere Aufgabe: Für DearGoods auschecken, was unsere Labels denn für den Sommer 2018 so in Petto haben.
Man hat hier gleich das Gefühl, die Ellenbogen bleiben eingefahren. Das Gefühl dieser Messe ist ein ganz anderes, als überall sonstwo auf der Berliner Fashionweek. Man wird nicht degradiert aufgrund der Anzahl seiner Follower, sondern verliert sich plötzlich in echte Gespräche. Lena ist schon länger als ich bei DearGoods, hat die richtigen Fragen parat und kennt die Ansprechpartner unserer Marken.

Lanius gilt als Vorreiter in Sachen faire Mode. Auch wir sind Lanius seit Jahren treu und werden auch nächsten Sommer wieder einige tolle, neue Teile in unsere Stores bringen. Die neue Schuhkollektion von Lanius wird leider nicht vegan – Claudia Lanius aber hat ihr interesse an veganen Materialien uns gegenüber geäußert. Wir hoffen jedenfalls darauf. Mehr über Lanius erfährst du hier.
Besonders verliebt haben wir uns in die neue Kollektion von Lovjoi. Die Teile erstrahlen in sommerlichem Lemon und Mint, natürlich sind auch wieder klassisch schwarzen Teile mit dabei – wobei jedes Teil der Kollektion in allen drei Farben produziert wird. Die gesamte Kollektion ist also wunderbar miteinander kombinierbar. Dank Tencel sind die Teile herrlich luftig-locker, ganz egal, ob Jumpsuit, Paperbag-Shorts oder Bluse. Wir können euch jetzt bereits verraten: Davon werdet ihr nächsten Sommer einiges bei uns finden!

(Mehr über Lovjoi erfährst du hier)

Auch der belgischen Marke Antonio Verde statteten wir einen Besuch ab – und waren ganz erfreut, Antonio himself kennenlernen zu dürfen. Ich habe mir das Modell MADRID für’s Foto ausgesucht – Lena trägt stilvoll Double-Sunglasses: MALAGA auf dem Kopf und BARCELONA auf der Nase. 😉

Der Kunststoff für das Gestell der Antonio Verde Brillen wird übrigens aus recycelten, nicht mehr gebrauchten Computern hergestellt. Produziert werden die Sonnenbrillen in einer zertifizierten, fairen Produktion in Asien.

Antonio Verde werden wir auf jeden Fall ebenfalls weiterhin treu bleiben – auch hier könnt ihr euch auf tolle, neue Modelle freuen!

Außerdem ziemlich verliebt habe ich mich in das vegane Label Bleed. Nicht nur, weil es Bier gab am Messestand – sondern auch wegen dem netten Team, der tollen Kollektion und dem wunderschönen Lookbook. Eine großartige fotografische Arbeit, die absolut den Zeitgeist trifft. Nächsten Sommer setzt Bleed ganz auf „Wild & Free“ – inklusive Tattoo-inspirierten, filigranen Prints.

Ihr könnt euch auf jeden Fall auf einige dieser Teile nächsten Sommer bei DearGoods freuen. Den allseits beliebten Kork-Geldbeutel gibt es übrigens auch online bei uns zu kaufen: klick!

Es ist wundervoll zu sehen, wie sehr die Ethical Fashionweek die letzten Jahre gewachsen ist. Die Messe und all ihre Aussteller entwickeln sich stetig weiter, werden modernen, schöner und vor allem: Gefragter. Mode muss nicht immer nur oberflächlich sein, Mode darf auch Tiefgang haben – das beweist die Ethical Fashionshow.
Lena und ich hatten einen wunderbaren Tag auf der Messe und werden nächste Saison bestimmt wieder vorbeikommen.

Zum Schluss haben wir noch ein kleines, verstecktes Schmanker’l für euch Leser: Mit dem Code „ETHICALFASHIONSHOW“ bekommt ihr die nächsten 5 Tage 10% auf euren gesamten Online-Einkauf bei DearGoods. Happy (fair) Shopping! 😉


Über den Autor

Angela bloggt bereits seit über 8 Jahren auf ihrer eigenen Seite angeladoe.com und übernimmt nun auch auf dem DearGoods-Blog das Ruder. In Zukunft wird sie euch ab und zu mal etwas leckeres veganes kochen, über den Zertifikate-Wirrwar aufklären und unsere Mitarbeiter in den Stores regelmäßig in Schale schmeißen, um ein paar Outfits zu fotografieren.   Mehr über Angela erfährst du hier!

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